Krebsfrüherkennungs- und -registergesetz (KFRG)

Am 09. April 2013 ist das Gesetz zur Weiterentwicklung der Krebsfrüherkennung und zur Qualitätssicherung durch klinische Krebsregister (Krebsfrüherkennungs- und -registergesetz - KFRG) in Kraft getreten.

Das KFRG folgt den Umsetzungsempfehlungen des Nationalen Krebsplans, in dem es die Rahmenbedingungen zur Durchführung organisierter Früherkennungsprogramme im Bereich Darm- und Zervixkarzinom regelt. Zudem legt es, die Einrichtung regionaler klinischer Krebsregister, die als fachlich unabhängige Einrichtungen alle wichtigen im Verlaufe einer Krebserkrankung und ihrer Behandlung anfallenden Daten erfassen, in allen Bundesländern fest.
Durch das Gesetz werden u.a. einheitliche Voraussetzungen für die Erfassung des gesamten Behandlungsverlaufs von Krebspatienten einschließlich des Behandlungsergebnisses, sowie für die Darstellung der Ergebnisqualität geschaffen.

Am 18. Juli 2013 fand in Regensburg eine Auftaktveranstaltung zur Umsetzung des Krebsfrüherkennungs- und -registergesetzes (KFRG) - Von der Praxis für die Praxis - erfolgreiche Etablierung klinischer Krebsregister statt. Ziel dieser Auftaktveranstaltung war es, erforderliche nächste Schritte der mit der Umsetzung betrauten Organisationen zu benennen und miteinander abzustimmen. [mehr...]

Am 19. Oktober 2015 fand in Mainz die zweite Begleitveranstaltung zur Umsetzung des Krebsfrüherkennungs- und -registergesetzes (KFRG) - Von der Praxis für die Praxis - Nutzen der klinischen Krebsregistrierung statt. [mehr...]

Umsetzung des KFRG

Im Fokus von Bund, Ländern, Krankenkassen und auch den Mitinitiatoren des Nationalen Krebsplans (ADT, DKG und KoQK) steht nun die Umsetzung des flächendeckenden Aufbaus klinischer Krebsregister.

Entwicklung der Förderkriterien mit dem GKV-Spitzenverband

Dem GKV-Spitzenverband oblag bis zum 31.12.2013 die Entwicklung der Förderkriterien unter Beteiligung der im KFRG aufgeführten Organisationen und Personen (§ 65c Absatz 3 SGB V). Der GKV-Spitzenverband unterteilte die 7 im KFRG aufgeführten Punkte in 3 Themenblöcke:

- Datenmanagement und Datenqualität
- Rückmeldeverfahren und Zusammenarbeit
- Abrechungsmodalitäten

Am 23.12.2013 stellte der GKV-Spitzenverband nun in einer Pressemitteilung den Kriterienkatalog zur Förderung klinischer Krebsregister des GKV-Spitzenverband vor. Weitere Informationen über die Hintergründe und das methodische Vorgehen finden Sie hier.

Umsetzung des KFRG auf Länderebene - ad hoc Arbeitsgruppe

Das Gesetz überlässt den Ländern die Festlegung, die für die Einrichtung und den Betrieb der klinischen Krebsregister notwendigen Bestimmungen einschließlich datenschutzrechtlicher Regelungen. Die Länder haben im Zuge dieses Beschlusses eine länderoffene Arbeitsgruppe (ad hoc AG) unter Federführung von Rheinland-Pfalz eingerichtet.

Förderkriterien der Deutschen Krebshilfe

Der Investitionsbedarf für den Aufbau flächendeckender klinischer Krebsregister wird von der Deutschen Krebshilfe e.V. mit 7,2 Millionen Euro unterstützt. Die DKH veröffentlichte am 23.12.2013 einen entsprechenden Leitfaden für die Antragstellung zum Erhalt der Finanzierung. Nähere Informationen zu Abgabefristen und Kontakte finden Sie hier.